Dramatisch: 1. Herren schlägt Reinfeld II

Dramatisch: 1. Herren schlägt Reinfeld II

Puh, das hat mal Nerven gekostet! Unsere 1. Herren hat ihr erstes Spiel in der Aufstiegsrunde gewonnen. Gegen Preußen Reinfeld II gab es einen 2:1-Erfolg. Nach Rückstand schossen Christoph Geertz und Robin Waidikat den TSV zum späten Sieg.

Da unsere 1. Herren die Meisterschaft in der Kreisklasse A verpasst hatte, muss das Team nun den Umweg über die Aufstiegsrunde nehmen, um doch noch in die Kreisliga aufsteigen zu können. Den Auftakt dafür gab es beim SV Preußen Reinfeld II. Wissend um die enorme Wichtigkeit der Partie, zeigte sich Trittau von Beginn hochmotiviert. Bereits nach fünf Minuten hätte der TSV die Führung schon sicher haben müssen. A-Jugend-Leihgabe Darijo Kramer flankte butterweich in den Strafraum, wo André Bannenberg am zweiten Pfosten komplett blank war. Sein Kopfball-Aufsetzer ging aber über das Tor. Kurz darauf wurde es nach dem gleichen Prozedere erneut gefährlich. Diesmal konnte Bannenberg durch einen Reinfelder Verteidiger noch gerade am Torabschluss gehindert werden. Wenig später hatte dann Max Johnsen die längst überfällige Führung auf dem Fuß. Nachdem er einem Verteidiger im Aufbauspiel energisch den Ball abgenommen hatte, ging sein Schlenzer auf das lange Eck nur um Zentimeter am linken Torpfosten vorbei. Damit aber nicht genug.

Chancenwucher in Hälfte eins

André Bannenberg war erneut ein Aktivposten im Trittauer Spiel. Foto: JKR

Die allergrößte Chance hatte Darijo Kramer zu verzeichnen. Nachdem Bannenberg auf Johnsen durchgesteckt und dieser wiederum uneigennützig quergelegt hatte, hätte Kramer aus fünf Metern nur noch einschieben müssen. Auf dem holprigen Rasen versprang der Ball aber komplett, sodass Kramers Schuss das Tor verfehlte. Zwei Minuten später war Kramer erneut frei vor dem Tor. Aus halbrechter Position legte der Flügelspieler in die Mitte. Ein Reinfelder Verteidiger ging dazwischen und brachte den Ball beinahe im eigenen Tor unter. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff war auch auf der Gegenseite etwas zu vermerken. Ein Reinfelder Freistoß zwang Bastian Schmechel zur ersten Amtshandlung. Der Torwart kratzte den Ball aus dem langen Eck. Dennoch spiegelte der torlose Zwischenstand zur Pause keineswegs die Kräfteverhältnisse beider Teams dar.

Elfmeter-Schock nach Wiederanpfiff

Gegen Florian Preuß wurde unglücklich auf Elfmeter entschieden. Foto: JKR

Im zweiten Abschnitt wurde die Partie allerdings ausgeglichener. Zwar jubelte Trittau noch über den vermeintlichen Führungstreffer, der allerdings aufgrund einer Abseitsstellung zurückgenommen wurde, doch Offensivaktionen ließen die Gäste anschließend komplett vermissen. Beinahe hätte kurz darauf ein individueller Fehler Trittau in Rückstand gebracht. Jannik Siever spielte unglücklich in die Füße eines Angreifers, der plötzlich frei vor Schmechel war, aber kläglich vergab. Dennoch sollten die Hausherren wenige Momente später in Führung gehen. Ein Einsteigen von Florian Preuß wertete der Schiedsrichter als Foulspiel und zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Reinfelds Yannick Lüthjohann verwandelte sicher (54.). Ein absoluter Schock für den TSV! Schon die Liga-Saison hatte man komplett dominiert, doch trotzdem sollte es nicht für die Meisterschaft reichen. Sollte sich das ganze nun auch in der Aufstiegsrunde wiederholen, konnte man sich erneut nicht belohnen?

Joker Geertz sticht

André Banneberg bejubelt Christoph Geertz nach dessen 1:1. Foto: JKR

Niklas Sondershausen setzte mit einem Fernschuss das erste Lebenszeichen. Seine Direktabnahme ging nur knapp über die Torlatte. Trainer Matthias Räck ließ sein Team offensiver agieren, brachte Christoph Geertz für Florian Preuß. Dennoch tat sich Trittau gegen dicht gestaffelte Reinfelder extrem schwer. Spätestens nachdem Kapitän Marcel Anton aus 15 Metern die beste Torchance der zweiten Hälfte vergeben hatte, schien die Verzweiflung komplett Einzug zu erhalten. Doch das Blatt sollte sich nochmal wenden. Kramer bekam auf Linksaußen den Ball, erkannte das ungünstige Stellungsspiel seines Gegenspielers und zog bis zur Grundlinie. Seine Hereingabe landete vor den Füßen von Geertz, der nur noch mühelos einschieben musste (75.). Pure Erleichterung bei allen TSV-Spielern, Betreuern und den zahlreichen, mit nach Reinfeld gefahrenen, Anhängern.

Waidikat „belohnt den Verein“

Robin Waidikat verwandelt kurz vor Schluss zum entscheidenen 2:1. Foto: JKR

Trittau spielte nun auf Sieg, Reinfeld beschränkte sich nur noch auf’s Verteidigen. Vom rechten Flügel zog Bannenberg den Ball scharf vor das Tor. Auf Höhe des ersten Pfostens kam Robin Waidikat zu Fall. Wie auf der Gegenseite zögerte der Schiedsrichter auch hier keine Sekunde, zeigte sofort auf den Punkt. Der Gefoulte trat selbst an. „Belohne den ganzen Verein“, bekam der Angreifer während des Anlaufs noch zu hören und brachte den Ball dann nervenstark in der Tormitte unter (87.). Tosender Jubel bei den Spielern, die einen großen Jubelhaufen bildeten. Noch war es aber nicht vorbei. Drei reguläre Minuten plus anschließende, ewig erscheinende, Nachspielzeit, galt es für das Team noch zu überstehen.

Räck: „Sind ein geiles Team!“

Dann war aber tatsächlich Schluss. Nach einem absoluten Fußballkrimi waren alle komplett fertig und feierten ausgelassen, der Kreisliga einen riesigen Schritt näher gekommen zu sein. „Das war einfach komplette Leere“, beschrieb Räck die bangen Minuten des Rückstandes, fügte aber erleichtert an: „Ich wusste, dass wir gewinnen werden. Wir sind einfach die beste Mannschaft in dieser Aufstiegsrunde, ein geiles Team!“ Nächsten Samstag geht es gegen den Lübecker SC II weiter. Sollte es dort einen Sieg geben, wäre die Kreisliga auf jeden Fall eingetütet. Dann darf es gerne aber etwas weniger dramatisch zugehen. //

TSV Trittau: Schmechel – Jensch, Siever, Sondershausen, Anton – Preuß (55. Geertz), Schifferdecker – Bannenberg, Johnsen, Kramer – Waidikat (90. Reinecke)

Tore: 1:1 Geertz (75.), 1:2 Waidikat FE. (87.)

Zuschauer: 120

 

Das ganze Spiel bei Sporttotal.tv